Impressionen

4. MBA Vortragsabend Berlin

„Allein unter Männern – Frauen in Führungspositionen“

Dies war das Thema der 4. MBA-Vortragsreihe am 05. September 2012 im Steinbeis-Haus Berlin-Friedrichshain

Einer neuen Studie der Personalberatungsgesellschaft Egon Zehnder International zufolge schaffen es Frauen in deutschen Unternehmen immer häufiger in Führungspositionen: In den vergangenen zwölf Monaten seien knapp 41 Prozent aller neuen Führungspositionen in Deutschland mit Frauen besetzt worden. Trotzdem mangelt es noch an vielen Stellen.

Nach einer Begrüßung durch die Veranstalter der MBA-Vortragsreihe, Katharina Branske (SIBE-Alumnus) und Andreas Köngeter (MLP Berlin Geschäftsstelle "Die Hackeschen Höfe", Sponsor), wurde das Wort an den die Referentin, Vera Calasan übergeben.

Welche Veränderungen und neue Rahmenbedingungen es zu beachten gilt, diskutierte Vera Calasan, Vorsitzende der Geschäftsführung der ManpowerGroup, als Rednerin der 4. MBA Vortragsreihe der School of International Business and Entrepreneurship (SIBE) der Steinbeis-Hochschule Berlin.

Seit Oktober 2009 steht die in Montenegro geborene 43-jährige MBA-Absolventin der University of Chicago an der Spitze der ManpowerGroup Deutschland und lieferte fachliche wie persönliche Informationen zur aktuellen Karriereposition der Frau, Gleichberechtigung sowie Vor- und Nachteile einer Frauenquote.

Dargestellt an den vier definierten globalen Trends »Demografischer Wandel«, »Verändertes Entscheidungsverhalten«, »Technologischer Wandel« und den »Steigende(n) Kundenansprüche(n)« wurde klar, dass die frühzeitige Förderung von Talenten sich zum wichtigsten Treiber für den Unternehmenserfolg entwickelt hat. Ebenso ermöglichen diese – betont die Rednerin – dass die Frauenförderung zunehmend in den Fokus der Personalverantwortlichen rückt. In Zeiten der Dienstleistung sind »typisch weibliche« Eigenschaften gefragt: Kundenorientierung ist als Differenzierungsmerkmal stärker in den Vordergrund gerückt; Empathie ist gefragter denn je … und wird per sé der Frauenwelt zugeschrieben.

Doch nicht allein das Drängen der Frauen in die Vorstandsetagen wirft den altbekannten Arbeitsmarkt gehörig durcheinander – auch Karriereoptionen werden von Jahr zu Jahr vielfältiger. Wenn auch nur allmählich, so werden branchenübergreifend individuelle Arbeitszeitkonzepte ausprobiert, akzeptiert und nachhaltig implementiert. Hier wird sich in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten noch einiges tun, was bislang nur sporadisch anläuft. Oder besser: Wie viele Mitarbeiter kennen Sie in Ihrem Unternehmen, die bereits ein Sabbatical absolvieren konnten? Welche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten werden Ihnen aktuell geboten? Und wie hoch ist bislang die Anzahl der Väter, die in die Elternzeit gehen?

In der anschließenden Gesprächsrunde im Foyer der Hochschule betonte Frau Calasan nochmals, dass eine simple Zahl wie die Frauenquote keine Lösung für das Fachkräfteproblem darstellen kann. Erst einmal müssen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten implementiert werden, welche junge karrierewillige Frauen nicht zwangsläufig vor die Entscheidung zwischen Privat- und Arbeitsleben stellen. Zudem muss erst einmal eine ausreichende Anzahl qualifizierter Frauen »heranwachsen«, die für Führungspositionen in Frage kommen – was wiederum durch entsprechende Rahmenbedingungen ermöglicht wird. Und das benötigt Zeit!

Im Übrigen ebenso wie der Aufbau einer »gescheiten« Karriere, egal ob als Mann oder Frau: Vera Calasan bspw. benötigte 13 Jahre, um ihre heutige Position zu erreichen. Ihr Tipp: Eine Karriere will langfristig geplant sein!



3. MBA Vortragsabend Berlin

„Scheitern als Chance: Aus Niederlagen lernen.“

Mit diesem ungewöhnlichen Titel ging die 3. MBA-Vortragsreihe am 19. Januar 2012 im Steinbeis-Haus Berlin-Friedrichshain an den Start.

Im Jahr 2010 waren 32.100 Unternehmen in Deutschland zahlungsunfähig. Allen voran Berlin mit 120 von insgesamt 10.000 insolventen Geschäftsideen. Im Vergleich zum letzten Jahr bedeutet dies einem Anstieg von 6,7 Prozent. Scheitern ist ein in unserer Gesellschaft offiziell ausgeklammertes und doch allseits bestehendes Thema. Warum es nicht immer das Ende bedeutet und welche Wege es gibt damit umzugehen, konnten die zwei sehr unterschiedlichen Referenten des Abends in spannenden Vorträgen aufdecken.

Nach einer Begrüßung durch die Veranstalter der MBA-Vortragsreihe, Stephan Lüdtke (SIBE-Alumnus) und Andreas Köngeter (MLP Berlin Geschäftsstelle "Die Hackeschen Höfe", Sponsor), wurde das Wort an den ersten Referenten, Herrn Dr. Roland Hoffmann-Theinert, gegeben. Der anschaulich und überzeugend berichtete wie er und seine Kollegen der Sozietät Rechtsanwalt & Partner Görg die Karstadt Warenhaus GmbH durch die Insolvenz begleiteten. Erst durch den Fall des Konzerns war es möglich, diesem eine neue Chance zu geben: Schon kurze Zeit nach der Insolvenz konnte Karstadt seinen Gewinn deutlich steigern. Jedoch konnten bei Weitem nicht alle Bereiche des Unternehmens gerettet werden: So musste beispielsweise die Marke Quelle an das Hamburger Versandhaus Otto verkauft und auch einige, weniger produktive Filialen der Karstadt-Kette geschlossen werden. Wie aber konnte es überhaupt so weit kommen? Als Hauptgründe für die Pleite nennt Herr Dr. Hoffmann-Theinert die wirtschaftliche Schieflage sowie das desorientierte Management, welches sich vor allem durch Selbstüberschätzung, Motivations-, Strategielosigkeit sowie Handlungsunfähigkeit auszeichnete und so für verunsicherte Mitarbeiter sorgte. Als konkrete Erfolgsfaktoren für den Umbruch stellt der Referent eine Fokussierung des operativen Geschäfts auf Ertragspotentiale, die Abkehr vom Umsatzdenken, klare Führungsstrukturen sowie die Motivation der Mitarbeiter heraus.

Aus einer verstärkt persönlichen und subjektiven Perspektive blickt die zweite Referentin des Abends, Frau Manuela Haan, auf das Phänomen Insolvenz. Als Leiterin der Anonymen Insolvenzler Berlin beschäftigt sie sich täglich mit Einzelschicksalen und bietet ratlosen Zahlungsunfähigen ihre Hilfe an. Eindrucksvoll schildert sie konkrete Beispiele und zeigt die emotionalen Folgen von privater wie beruflicher Zahlungsunfähigkeit auf, die oftmals mit gesellschaftlicher Sanktionierung, Statusverlust sowie Schamgefühlen einhergehen.

Im Anschluss an die spannenden Vorträge hatten die Gäste Gelegenheit bei einem Sektempfang in der Lobby des Steinbeis-Hauses sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und mit den Referenten in den Dialog zu treten. Die nächste Veranstaltung findet am 5. April 2012 statt.



2. MBA Vortragsabend Berlin

„Management meets Mannschaftssport: MBA-Vortragsreihe mit Heiner Brand in Berlin“

Donnerstagabend, 22. September 2011, Hyatt Hotel Berlin zahlreiche Gäste haben sich zum Aperitif in der gemütlichen Lobby eingefunden und warten gespannt auf den Stargast des Abends: Handball-Legende Heiner Brand, Europameister als Spieler, Weltmeister als Trainer und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Nach einer Begrüßung durch den Sponsor MLP Geschäftsstelle III „Hackesche Höfe“ tritt der großgewachsene Herr mit dem überdimensionalen Schnauzer auf die Bühne. Ein souveräner, selbstsicherer, aber auch sympathischer erster Eindruck. Seine Geschichte beginnt mit einem neuen Trainer, neuen Vorstellungen und Idealen. Es geht um die Suche nach Höchstleistungen und den Best Practices, die man aus dem Spitzensport ableiten kann. Dabei berichtet der Referent von persönlichen Erlebnissen zu Teambildung und Motivation. Die eingespielten Sequenzen des Dokumentar-Films “Projekt Gold", der die Handballmannschaft um Heiner Brand auf ihrem Weg zum WM-Sieg begleitet, lockern den Vortrag auf und unterstreichen wichtige Punkte. Heiner Brand, der mit einer Versicherungsagentur in Gummersbach selbst unternehmerisch tätig ist, führt fünf wichtige Erfolgsfaktoren – für Sportler wie Manager gleichermaßen – an.

  1. Zunächst braucht man ein schlagfertiges Team, das als soziale Einheit funktioniert, sich aber auch die Stärken der Einzelnen zunutze macht. Der Aufbau einer Teamkultur braucht Zeit, sie muss offen gelebt werden. Den Umgang mit Niederlagen muss das Team ebenso lernen, wie die Zurückhaltung Einzelner zugunsten Aller.
  2. Auch in einer Gemeinschaft muss es hierarchische Strukturen geben, in Form von Schlüsselpersonen, die zwischen Team und Führungskraft fungieren. An der Spitze steht ein kompetenter Anführer, der den Weg, aber auch Grenzen aufzeigt sowie einen Teil der Verantwortung trägt. Er sollte strategisch sowie ab und zu überraschend agieren.
  3. Grundvoraussetzung für große Leistungen ist das gegenseitige Vertrauen aller. Dies lässt sich allerdings nur langfristig aufbauen und steigern.
  4. Motivation und Leidenschaft sind entscheidende Faktoren auf einem Feld mit starken Wettbewerbern: Jeder einzelne muss Lust auf den Sieg haben. Geld spielt eine untergeordnete Rolle.
  5. Um Unmögliches zu erreichen und den Willen des Teams zu stärken, müssen klare Ziele existieren.

Mit neuen Erkenntnissen, einer lebhaften Diskussion und einem gut gelaunten Heiner Brand endet der Vortrag, für Fragen und einen Schnappschuss steht der Trainer des Jahres gerne bereit. Lockere Gespräche sowie leckere Häppchen verleiten die Gäste zum Verweilen. Mit einem gelungenen zweiten Event etabliert sich die MBA-Vortragsreihe Berlin der Steinbeis-Hochschule weiterhin erfolgreich in der Hauptstadt.

Wir danken an dieser Stelle der MLP Geschäftsstelle Berlin III „Die Hackeschen Höfe“, die die Veranstaltung unterstützten. Die MBA-Vortragsreihe der Steinbeis-Hochschule, ursprünglich bekannt aus dem Stuttgarter Raum, wird von Studierenden und Alumni organisiert und ausgerichtet. Seit ihrer Auftaktveranstaltung im Mai 2011 erfreut sich die Reihe großer Beliebtheit und wendet sich an alle Interessenten der Steinbeis-Hochschule. Der kommende Vortragsabend findet bereits zu Beginn des Jahres 2012 statt. Weitere Informationen folgen in Kürze.

1. MBA Vortragsabend Berlin

„Deutschland 2020 – grünes Land der Zukunft?!“

Das war das Thema der Auftaktveranstaltung der 1. MBA-Vortragsreihe Berlin. 35 Studentinnen, Studenten und Alumni aller Steinbeis-Schools waren am vergangenen Donnerstag in der Gürtelstraße in Berlin-Friedrichshain zu Gast. Der erste Vortragsabend ist von Lisa Paus (MdB) eröffnet worden. In ihrem Vortrag machte die Grüne deutlich, dass ihre Partei die Notwendigkeit der Veränderung sieht. Auch wenn Deutschland gute wirtschaftliche Wachstumsprognosen vorausgesagt werden, steht dem die europäische Schuldensituation vereinzelter Länder, die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima, die Rohstoffspekulation, die die Preise in die Höhe treibt und eine insgesamt schwierige Haushaltslage gegenüber. Die Antwort auf diese Herausforderungen ist ein haushaltsverträglicher Instrumentenmix, der die ökologisch-soziale Transformation einleiten soll.

Zu diesem Mix gehören auch die Ziele der Grünen Klima- und Energiepolitik. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um den Atomausstieg und um die CO2-Reduktion mithilfe der erneuerbaren Quellen für Strom- und Wärmeversorgung. Zusammenfassend sprach die Bundestagsabgeordnete von den drei E’s: Einsparung, Effizienz, Erneuerbare Energien. Sofern dieser Weg eingehalten wird und die Ziele realisiert werden, wird Deutschland einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Überleitend auf das Thema Elektromobilität verdeutlichte Frau Paus, dass die „individualisierte Motorisierung“ den größten Anteil am Personenverkehr und somit auch an den CO2-Emissionen ausmacht. Eine wesentliche Möglichkeit die ambitionierten Energie- und Klimaziele zu erreichen, sehen die Grünen in der Förderung der Elektromobilität.

Mit dieser Aussage leitete Frau Paus den Vortrag von Gernot Lobenberg ein, dem zweiten Referenten des Abends. Der Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität (eMO) erklärte, dass Berlin bereits heute die Hauptstadt der Elektromobilität sei. Der Grund für diese Vorreiterstellung sind die idealen Voraussetzungen der Hauptstadt. Im Vergleich zu anderen Großstädtern ist der Berliner an nachhaltigen Technologien interessiert. Weitere Pluspunkte, die Berlin für neue intelligente Mobilitätskonzepte interessant machen, sind die unterdurchschnittliche Motorisierung, die hervorragende öffentliche Verkehrsinfrastruktur, die stark ausgeprägte Forschungslandschaft für die Bereiche Verkehr und Mobilität und das gut ausgebaute Energienetz. All diese Vorteile sprechen für Berlin und ebnen den weiteren Weg zur international anerkannten Leitmetropole für Elektromobilität.

Im weiteren Verlauf untermauerte er seine Aussagen mit interessanten Fakten: Demnach besitzen nur 56 Prozent der Berliner Haushalte einen PKW. Dieser Prozentsatz ist deutlich geringer als in vergleichbaren Städten, wie Hamburg oder München mit rund 70 – 80 Prozent. Auch zur vielfach diskutierten geringen Reichweite der Elektrofahrzeuge präsentierte Herr Lobenberg ein schlagendes Argument: Tatsache ist, dass die durchschnittlich gefahrene Tagesdistanz in einer Großstadt wie Berlin nur 20 Kilometer beträgt. Unter diesem Gesichtspunkt kann die oft kritisierte Reichweite der Elektrofahrzeuge beinahe vernachlässigt werden. Zusätzlich ging der eMO-Geschäftsführer auch auf die Ladeinfrastuktur und die Batterietechnologie ein. Energieversorger, wie Vattenfall und RWE investieren massiv in die Elektromobilität, da sie in der Technologie eine Möglichkeit der Stromspeicherung sehen. Um die Elektromobilität dem Verbraucher zukünftig näher zu bringen, sieht Herr Lobenberg noch einige Herausforderungen. Im Anschluss an die interessanten Vorträge ist über die Ladeinfrastruktur, die Reaktion der Mineralölkonzerne und die gegenseitigen Erwartungen von Wirtschaft und Politik diskutiert worden. Nach dem offiziellen Teil des Abends ging der Meinungsaustausch über die gehörten Themen rege beim gemeinsamen Buffet weiter.

Fazit: Die erste Veranstaltung der MBA-Vortragsreihe in Berlin war ein voller Erfolg. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik über eines der aktuell bedeutendsten Zukunftsthemen Deutschlands zu diskutieren. Weiterhin wurden die Hintergründe transparenter, weshalb es das gemeinsame Ziel von Wirtschaft und Politik ist, den Markt für Elektromobilität in Deutschland zu entwickeln. Auch für das Organisationsteam war es ein gelungener Abend. Sie wurden u. a. durch die hohe Teilnehmerzahl und die rege Diskussion darin bestätigt, dass Studierende und Alumni sich mit Entscheidern austauschen wollen und sehen den Zweck dieser MBA-Vortragsreihe Berlin voll erfüllt.

Wir danken an dieser Stelle der MLP Geschäftsstelle Berlin III „Die Hackeschen Höfe“, die die Veranstaltung unterstützten. Wir freuen uns nun auf die zweite Veranstaltung. Sie findet am 22.09.2011 zum Thema „Auf der Suche nach Spitzenleistungen – was man von Mannschaften aus dem Spitzensport lernen kann“ statt. Als Referent spricht der erfolgreichste Handballtrainer Deutschlands: Heiner Brand. Weitere Details werden wir in Kürze veröffentlichen.

Berlin


Referent
Vera Calasan
Manpower Deutschland

Katrin Menke
Projekt „Familienernährerinnen“ DGB Bundesvorstandes

Nächster Termin
Mittwoch, 05. September 2012

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